Merry Christmas! #14

Montag, 18.12

Die Woche startete mit einem Ausflug nach Palm Beach. Auf der Fahrt fing es wieder an zu regnen und ich verlor schon fast den Glauben, dass ich irgendwann mal Palm Beach bei Sonnenschein sehen werde. Es war zwar kein komplett blauer Himmel, aber die Hauptsache ist, dass das Wetter gehalten hat. Es war ein gutes Workout, denn der Weg zum Leuchtturm bei über 20°C war ziemlich schweißtreibend. Die Aussicht von dort oben war echt atemberaubend. Nachmittags sind wir wieder Richtung Dee Why gefahren und haben einen Stopp an einem Strand gemacht, da das Wetter nicht mehr so gut war, waren wir auch die einzigen am Strand. Es war echt mal entspannend nichts zu machen und einfach nur am Strand zu liegen. Irgendwann wurde es aber dann einfach zu kalt. Ich finde es total komisch, dass man hier nicht so lange am Strand sitzen kann. Man muss sich auf jeden Fall immer einen Pulli mitnehmen.

Dienstag, 19.12

Der letzte Tag in Sydney. Ich bin irgendwie total traurig darüber, dass wir morgen Sydney verlassen. Ich weiß noch genau, dass ich am Anfang Sydney total schrecklich fand, aber jetzt bin ich definitiv #TeamSydney. Natürlich versuche ich auch Melbourne eine Chance zu geben und bin schon gespannt wie ich es finden werde. Am Morgen sind wir nach Manly gefahren, denn heute waren Temperaturen über 40°C angesagt. Zuerst waren wir an der Wharf am Strand, denn ich wollte mich noch von Liz verabschieden. Wenn ich wieder nach Sydney komme, ist sie leider schon in Deutschland. Sie hat mir noch Klamotten und Sonnencreme mitgebracht. Es war quasi wie Weihnachten. Ich finde es total schade, dass wir uns erst so spät kennengelernt haben, aber ich denke, dass ich sie in Deutschland mal besuchen werde. Da man die Temperaturen echt nicht aushalten konnte, haben wir noch einen kleinen Ausflug in die Einkaufsstraße von Manly gemacht und sind danach auf die andere Seite zum Strand. Am Abend haben wir Pizza gemacht. Ich weiß zwar nicht, ob man einen Wrap mit einem Pizzateig vergleichen kann, aber wenn man kein Gluten verträgt, hat man halt manchmal keine andere Möglichkeit. Es hat trotzdem sehr lecker geschmeckt und ich habe viel zu viel gegessen. Nach dem Essen sind wir wieder nach Manly gefahren, da wir ein letztes Mal die Fähre nehmen wollten. Fähre bei Nacht ist nochmal was ganz anderes. Das Opera House und die Skyline sind einfach so wunderschön (schau dir einfach die Bilder an). Egal ob bei Tag oder bei Nacht, aber abends hat alles einen ganz anderen Flair. Morgen heißt es früh aufstehen, denn unser Flieger geht schon um 10 Uhr. Mein erster Flug innerhalb von Australien! Ich bin um ehrlich zu sein schon ein bisschen aufgeregt.

Mittwoch, 20.12

Obwohl ich normalerweise immer früh wach bin, ist es was anderes als vom Wecker geweckt zu werden. Jakob mit Koffer und ich mit Backpack machten uns auf den Weg zum Flughafen. Es klappte eigentlich alles und auch das einchecken war total einfach, außer, dass ich noch auf Sprengstoff kontrolliert worden bin. Ich. Schaue ich wohl so gefährlich aus? Normalerweise wird immer Jakob rausgezogen, deshalb war ich schon ein bisschen beleidigt. Wir waren natürlich viel zu früh am Flughafen. Viel viel zu früh. Die Deutschen und ihre Pünktlichkeit eben. Der Flug verging wirklich schnell. Ich glaube ich werde nie wieder einen Flug lang finden nach dem Flug von Deutschland nach Australien. Kaum waren wir in der Luft waren wir eigentlich schon wieder unten. Ich war total müde und kaputt. Als wir in Melbourne ankamen, war der erste Eindruck komisch. Der Flughafen war nicht so edel wie der in Sydney und allgemein fehlt das ganze Surferflair. Als wir in unserem AirBnB waren, ruhten wir uns erstmal aus und erkundeten dann ein bisschen die Stadt. Irgendwie fehlt hier der Glitzer. Melbourne ist total anders als Sydney. Alleine schon die Weihnachtsbeleuchtung ist nicht so prachtvoll. Jetzt sind wir auf dem Weg ins Fitnessstudio, denn wenn man schonmal gratis eins nutzen kann, muss man das natürlich auch machen. Melbourne ist die Stadt, wo ich meine Eltern endlich wieder sehen werde. Nach 14 Wochen kann ich sie dann endlich wieder in die Arme schließen.

Donnerstag, 21.12

Der erste Tag in Melbourne startete mit einem leckeren Frühstück. Danach machten wir uns auf den Weg die Stadt ein bisschen unsicher zu machen. Als erstes waren wir am Queen Victoria Market, der mich ein bisschen an Paddy´s Market erinnert hat. Der Geruch in der Fleisch und Fischabteilung war echt ekelhaft, sonst war es eigentlich ganz schön, außer dass viele Leute dort waren. Danach haben wir den City Circle genommen, dies ist eine Tramlinie, die an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten hält. Wir sind an den Orten ausgestiegen, die uns gefallen haben. Ich habe keine Ahnung, wo wir überall waren, aber ich fühle mich so als hätte ich so ziemlich alles gesehen. Nachmittags sind wir dann an den Pool gegangen. Zum Glück, denn leider hat sich um 6 Uhr ein Unglück ereignet. Ein Van ist in eine Menschenmenge gefahren. Ich dachte nicht, dass sowas in Australien passieren wird. Sydney und Melbourne gelten als die sichersten Städte der Welt. Allgemein war der Tag von negativen Ereignissen geprägt, denn als wir am Pool waren, wollten sich ein Mädchen vom dem Hausdach stürzen. Solche Ereignisse bringen einen doch zum Nachdenken. Das Mädchen war nur in Designersachen gekleidet, das hat mir nochmal deutlich gemacht, dass sowas einfach nicht glücklich macht. Es sind nicht die materiellen Dinge, die wir brauchen, sondern Liebe, Familie und Freunde. Ich hoffe, dass es dem Mädchen bald besser gehen wird. Man sollte nicht einfach so aufgeben. Auch aus den schlechten Zeiten werden irgendwann wieder bessere Zeiten.

Freitag, 22.12

Heute haben wir für unsere Verhältnisse echt lange geschlafen. Momentan fehlt mir irgendwie die Motivation irgendwas zu machen. Da das Wetter heute ganz in Ordnung war, wollten wir zum Strand. Wir haben uns für St. Kilda entschieden. Die Gegend war schon ganz schön, aber der Strand war eher enttäuschend. Nachmittags sind wir noch in die Champel Street gefahren, da wir unsere Myki Karte ausnutzen wollten. Ich verstehe zwar das System hinter der Karte nicht ganz so, aber wir haben sie zumindest gekauft und sind nicht ganz schwarz gefahren. Nicht nachmachen! Der Stadtteil hat mich total an Newtown erinnert. Überall war Graffiti und auch die Leute hätten alle perfekt nach Newtown gepasst. Jetzt sind wir am Koffer packen, denn morgen geht es endlich los!

Samstag, 23.12

Der Tag ist gekommen. Der Tag an dem ich endlich wieder meine Familie in die Arme schließen kann. Da wir von unserem Airbnb nicht zur Autovermietung kamen, mussten wir uns eine Uber nehmen. Was für ein Luxus. Als wir dann vor der Autovermietung saßen, kam der große Schock. Der Koffer von meiner Schwester ist noch in Shanghai. Super Start. Nach gut einer Stunde warten, sah ich dann eine Hose, die mir bekannt vorkam. Sofort sprintete ich los. Meine Beine waren taub vom sitzen, aber das war mir egal. Ich rannte so schnell ich konnte und dann konnte ich sie endlich wieder umarmen. Alle drei auf einmal. Fast erwürgt hätte ich sie. So gefreut habe ich mich. Bei der Autovermietung mussten wir noch ewig warten, denn es waren anscheinend mehrere Leute auf die Idee gekommen einen Wohnwagen zu mieten. Das erste mal im Urlaub mir einem Wohnwagen. Schon beim ersten Stopp führte dies zu Stress, denn der Toaster ging nicht und allgemein war kein Strom vorhanden. Wir sind halt richtige Anfänger, denn man hat nie Strom, wenn man nicht auf einem Campingplatz ist. Es war echt kein guter Start. Erst war der Koffer weg und dann das. Nach den ersten Schwierigkeiten fing das Abenteuer endlich an. Wir suchten uns einen schönen Strand und stellten dort unser Wohnmobil ab. Dort erkundeten wir erstmal die Gegend, machten Abendessen und gingen dann schlafen. Die erste Nacht in freier Wildnis. Bin mal gespannt wie es wird und ich bin gespannt was wir morgen unternehmen werden. Ich freue mich auf unser Abenteuer. Endlich kann es losgehen.

Sonntag, 24.12

Die erste Nacht war wackelig, aber trotzdem besser als erwartet. Es war zwar schon ein bisschen gruselig, da ich von ein paar Geräuschen wach geworden bin, aber vom Meerrauschen aufgeweckt zu werden, ist doch einfach unbezahlbar. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Geelong. Dort kauften wir noch ein bisschen was ein und fuhren dann Richtung Great Ocean Road. Unser erster Stopp war Apollo Bay. Danach ging es weiter Richtung Campingplatz. Auf dem Weg kamen wir an Koalas vorbei. Die ersten Koalas in freier Wildbahn! Sie waren so süß und wir haben uns alle ziemlich gefreut. Jetzt sind wir auf dem Campingplatz angekommen und bereiten alles für unser Weihnachtsessen in Australien vor. Ich bin schon gespannt wie es schmecken wird, das werdet ihr aber erst nächste Woche erfahren, denn jetzt werde ich erstmal die Zeit mit meiner Familie genießen.

Ich wünsche dir wunderschöne Weihnachten. Handy ausschalten und einfach mal die Zeit mit seinen Liebsten genießen.

Liebe Grüße auch an meine Omas, meinen Opa, meine Tante, meine Nachbarn, meine Freunde und an den Rest der Familie. Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten und schöne Feiertage!

Es kommt mir zwar gerade nicht so vor als wäre Weihnachten, aber ich bin froh, dass ich meine Liebsten um mich habe. Das ist mein größtes Geschenk. Mehr brauche ich nicht. Ich weiß auf wie viel sie wegen mir verzichten. Weiße Weihnachten und Ski fahren bei Pulverschnee. Sie haben diese lange Reise auf sich genommen und das nur wegen mir. Ich bin so glücklich, dass ich so eine Familie habe, denn ich weiß, dass das nicht viele gemacht hätten.

Danke! ❤

Merry Christmas!

Lara

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