Jahresrückblick ´17

2017 war geprägt von zahlreichen Ups and Downs. Rückblickend kann ich sagen, dass ich dieses Jahr über mich hinausgewachsen bin, mehr geschafft habe, als ich erwartet habe und dass ich mir wieder viel zu viele Sorgen gemacht habe. Ich bin froh, dass mich Familie und Freunde durch dieses Jahr begleitet haben, denn alleine hätte ich das sicher nicht geschafft. Ohne sie hätte ich bestimmt nicht die Schule abgeschlossen und wäre auch nicht ins Ausland.

Also worauf warten wir? Starten wir den Jahresrückblick!

Januar 

Das Jahr startete eigentlich schon perfekt, denn es war mein erstes Silvester mit Jakob. Wir hatten eine tolle Zeit in Österreich, auch wenn wir dieses Jahr mal nicht so Glück mit dem Wetter hatten.

Ich konnte zwar die Zeit nicht so genießen wie sonst, da ich lernen musste. Aber man schreibt halt auch nur einmal Abi. Die Schule hat mich ziemlich unter Druck gesetzt und darunter musste auch meine Familie leiden. Sie mussten meine ganzen Wutausbrüche, Tränen und Sorgen ertragen. Im Nachhinein tut mir das ziemlich leid, aber ich war einfach total überfordert mit der ganzen Situation.

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Februar 

Der Februar war geprägt von Klausuren. Nebenbei habe ich mir noch verschiedene Unis angeschaut, war mit Jakob in Bad Kissingen und Stuttgart und habe viel mit Freunden unternommen. Ich habe versucht, die Zeit neben dem Abi zu genießen, damit ich sagen kann, dass es zwar stressig war, aber ich das beste daraus gemacht habe.

März 

Der Schulstress zog sich den ganzen Monat weiter und auch die erste Abiabnahme in Sport stand ein. Diesen Monat war ich sehr enttäuscht von mir selbst, denn ich wusste, dass ich besseres erreichen kann. Am 31. hatte ich dann endlich meine letzte Klausur geschrieben. Die letzte Klausur meines Leben! Hoffentlich. Ich hätte am liebsten jeden Tag die Schule hingeschmissen. Vor allem nach Englisch. Nach dem Englisch-Unterricht konnte man echt nicht mit mir sprechen, da mich diese Lehrerin einfach wahnsinnig gemacht hat.

April 

Im April habe ich mir eigentlich vorgenommen anzufangen für das Abi zu lernen. Die Motivation war leider nicht so da, stattdessen habe ich mich lieber auf das Sport-Abi vorbereitet. Ich war fast jeden Tag auf dem Sanderrasen. Egal bei welchem Wetter. Außerdem habe ich einen Mathe-Abi Vorbereitungskurs belegt von Abiturma. Bei der Sportabnahme konnte ich endlich mal zeigen was in mir steckt und habe es geschafft 800m in 2:43 min zu laufen. Ich war der glücklichste Mensch. Ab diesem Zeitpunkt war es mir auch egal wie mein Abi laufen wird, denn Sport war eigentlich das einzige, das für mich gezählt hat, da ich einfach so viel Arbeit und Schmerzen dort reingesteckt habe.

Außerdem war noch Mottowoche. Ich habe mich total auf diese Woche gefreut, aber leider haben manche Personen so viel Stress gemacht, sodass man sich nicht mehr so richtig freuen konnte. Ich verstehe die Personen immer noch nicht, dass sie sich so über die Themen aufgeregt haben, denn man muss ja nicht mitmachen. Meine Freunde und ich hatten auf jeden Fall einen riesigen Spaß und ich fand es auch ziemlich witzig in diesem Outfit (siehe Bild) einen Vortrag zu halten.

Mai 

Der Monat auf den wir alle hingefiebert haben. Das Abitur stand an. Ich weiß noch genau wie leise es bei der ersten Prüfung im Raum war. Niemand hat geredet, gelacht und alle waren angespannt. Nach dem Mathe-Abi war die Anspannung irgendwie verflogen.

In diesem Monat hat man mich eigentlich nur an meinem Schreibtisch gesehen. Das Gefühl nach den Prüfungen war komisch. Bei Englisch hatte ich sogar mal ein gutes Gefühl, aber ich wusste schon welche Note ich bekommen werde, da ich zwei Jahre lang bei der gleichen Lehrerin immer die gleiche Punktzahl bekommen habe.

Mein Nervenfutter im Monat Mai waren Salzstangen und Maiswaffeln. Davon habe ich mich eigentlich nur ernährt und meine Mama musste sie auch fast täglich nachkaufen. Deshalb steht auch in der Abizeitung, dass ich ein Maiswaffelvernichter bin.

Juni 

Der 2. Juni war der Tag vor dem ich am meisten Angst hatte. Habe ich das Abi geschafft? Bin ich durchgefallen? Wiederhole ich nochmal oder schmeiße ich alles hin? Muss ich in die mündliche Prüfung? Ich habe es geschafft! Ich habe mein Abitur. Als ich die Ergebnisse hatte, kamen meine Eltern in die Schule, denn auch sie haben unter ganzen Situation ziemlich gelitten. Danach gingen wir Sushi essen. Wie kann man sowas denn besser feiern, als mit Sushi.

Im Juni habe ich auch noch meinen ersten Urlaub mit Jakob gemacht. Nur Jakob und ich. Wir haben einen Roadtrip nach Kroatien gemacht. Ich war das erste Mal in Kroatien und es hat mir echt gut gefallen, außer, dass das Wasser ein bisschen zu kalt war. Wir haben so viele Städte und wunderschöne Orte gesehen. Es war ein perfekter Urlaub und eigentlich sollte es auch unser letzter werden, aber wir sind ja immer noch zusammen.

Jakob und ich waren/ sind ein Schulpärchen und normalerweise sagt man, dass es nach der Schulzeit eh zu Ende ist. Deshalb ist sozusagen jeder Urlaub unser letzter Urlaub.

Diesen Juni werde ich nie vergessen, da einfach so viele positive Dinge passiert sind. Für mich hat das Abi zwar jetzt keine Bedeutung mehr und ich denke, dass es auch viel wichtigere Dinge gibt um die man sich Gedanken machen sollte, aber jetzt ist der Stress wenigstens vorbei.

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Juli 

Mein Geburtstag war dieses Jahr komisch, denn an diesem Tag hatten wir auch Abi-Ball und irgendwie haben mich die ganzen „Fake Friends“ aufgeregt. Trotzdem hatte ich eine schöne Feier und habe schön reingefeiert. Jetzt bin ich 20! Bin schon eine alte Socke.

Im Juli habe ich wieder viel erlebt, bin viel herumgekommen und habe die freie Zeit total genossen.

Ich war auch wieder mit Jakob im Urlaub. Das war mein Geburtstagsgeschenk von ihm. Es waren super entspannte Tage und wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Es war sozusagen unser letzter gemeinsamer Urlaub, da er nicht mit uns nach Mallorca geflogen ist.

In diesem Monat habe ich auch meinen Blog veröffentlicht. Ich weiß noch genau wie aufgeregt ich war und wie ich mich über jeden Aufruf gefreut habe. Das Schreiben macht mir immer noch total Spaß und ich versuche auch meinen Blog immer zu verbessern, aber irgendwie klappt das momentan nicht so gut, da das Internet manchmal einfach zu schlecht ist und man nach dem Arbeiten oft keine Lust mehr hat. Dies versuche ich nächstes Jahr auf jeden Fall ein bisschen zu ändern.

August 

Der letzte Urlaub vor meiner großen Reise. Wie auch letztes Jahr waren wir wieder auf Mallorca. Es ist einfach mein Lieblingsurlaubsziel. Das Haus, das wir gemietet haben, war super schön und ich vermisse die Tage am Pool. Der Urlaub war extrem entspannend, aber auch traurig, denn beim Abflug kamen mir die Tränen, da ich wusste, dass ich das nächste Mal alles alleine managen muss.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als wir kurz vor dem Frankfurter Flughafen waren, habe ich gesagt: „ Das nächste Mal wenn wir hier lang fahren, fliege ich nach Australien.“

Der August war der Monat in dem  ich schon angefangen habe zu packen, da ich wusste, dass ich kurz davor nicht mehr die Motivation haben würde. Irgendwie war der Monat total kurz und auch der Urlaub mit meinen Eltern ging viel zu schnell um.

Jakob fand es natürlich nicht so toll, dass er dieses Jahr nicht mitfliegen konnte, da er arbeiten musste. Er wusste, dass uns nicht mehr viele Tage zu zweit bleiben. Das wusste ich auch, aber irgendwie wollte ich das alles nicht so wahr haben.

Ich habe versucht noch so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Irgendwie konnte ich aber die Zeit nicht so richtig genießen, da man einfach immer die Reise im Hinterkopf hat.

Es war der letzte „vollständige Monat“ in Deutschland und ich finde, dass ich das beste draus gemacht habe.

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September

Der September war zum größten Teil geprägt von im Bett rumliegen, zum Sport gehen und jammern. Im Juni habe ich mich dazu entschieden nach Australien zu gehe. Eine Entscheidung, die ich im September ziemlich bereute.

Warum wollte ich überhaupt weg? Wem wollte ich damit etwas beweisen? Mir? Meiner Familie? Zwei Wochen vor meinem Abflug lag ich eigentlich nur im Bett und führte den totalen Pennerlifestyle.

Ich hatte noch nicht mal Motivation eine Abschiedsfeier zu veranstalten, das hat zum Glück Jakob für mich übernommen. Es war ein richtig schöner Abend, aber gleichzeitig war es auch total komisch, denn ich weiß nicht, wen ich nach einem Jahr noch meinen Freund nennen kann.

Am 19.09. ging es dann endlich los. Ich habe so geheult wie schon lange nicht mehr und hatte nach dem Flug eigentlich keine Gefühle mehr. Warum wollte ich nach Australien? Es war echt total komisch. Alleine in einem fremden Land. Das Wetter war schlecht und ich fühlte mich echt nicht wohl.

Es war ein Monat voller Ups and Downs. Es war ein Monat des Gefühlschaos. Wie du in meinen Blogs mitbekommen hast, ging es mir nicht so gut. Ich habe mir viel zu viele negative Gedanken gemacht und war nicht ich selbst. Was du daraus lernen kannst: Genieße einfach die Zeit, mache das beste draus und mach dir keine Gedanken. Niemals.

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Oktober

Der Monat ging fast genauso weiter wie der Letzte aufgehört hat.

Es wurde sogar noch schlimmer, als Selina und ich uns entschieden haben auf die Farm zu gehen. Ich habe mich noch nie so ausgebeutet gefühlt wie damals. Ich war ein nervliches Frack und fand mich selbst ziemlich ekelig. Wenn ich mich nur an das Essen erinnere …  Jeden Tag Eier, egal zu welcher Uhrzeit. Ich habe mich nicht wohl gefühlt. Nicht wohl mit meinem Körper. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel geschaut habe, habe ich mich vor mir selbst geekelt. Habe mich sogar selbst gehasst.

Diesen Monat habe ich das erste Mal richtiges Heimweh gehabt und habe das erste Mal meine Oma per Skype gesehen. Das hat mich total traurig gemacht. Was mich noch traurig gemacht hat, war der Mann auf der Farm, der mich so an meinen Opa erinnert hat. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ein Fremder in einem solche Gefühle hervorrufen kann.

Im Oktober ist aber auch zum Glück endlich mal was Positives passiert, denn ich habe eine Jobzusage bekommen. Das Probearbeiten war echt entspannend und ich wollte den Job auch unbedingt haben, denn Manly hat mir einfach super gut gefallen.

Das hieß natürlich auch, dass Selina und ich uns trennen mussten, aber ich dachte, dass ich es auch ziemlich gut selbst hinbekomme. Als ich dann im Hostel angekommen bin, bereute ich meine Entscheidung sofort. Ich wollte sogar zurück auf die Fam. Kannst du dir das vorstellen? Ich wusste nicht, ob es das komplette Ende der Reise mit Selina war. Konnte nicht einschätzen, ob sie jetzt sauer war oder nicht. Wusste einfach nicht wem ich noch vertrauen konnte oder wem nicht.

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November 

Eigentlich habe ich den ganzen November nur gearbeitet. Eigentlich. Denn uneigentlich war es der Monat, in dem ich wieder angefangen habe zu lachen.

Am Anfang des Monats musste ich mich von meiner Reisepartnerin verabschieden, mit der ich wahrscheinlich auch nicht mehr zusammen reisen werde, da wir einfach immer aneinander vorbeireden. Aber es kommt halt so wie es kommen soll. Es ist zwar traurig, dass wir uns sozusagen schon wieder auseinander gelebt haben, aber vielleicht soll es auch einfach nicht sein.

Im November habe ich auch viele neue Freundschaften geschlossen. Mit Antonella, Liz und Laura. Natürlich habe ich auch noch andere Leute kennengelernt, aber das waren die Personen, mit denen ich viel unternommen habe.

Es war der Monat der Veränderung. Ich habe mein Leben endlich genossen, habe mir weniger Sorgen gemacht und war endlich wieder glücklich.

Dezember 

Im Dezember hatte ich meinen letzten Arbeitstag für dieses Jahr. Mal schauen, ob ich nächstes Jahr nochmal arbeiten werde. Momentan habe ich keine Lust da am Schluss die Stimmung ziemlich schlecht war, aber irgendwie möchte ich auch noch ein bisschen Geld verdienen.

Diesen Monat hatte ich auch das totale Gefühlschaos, denn ich wollte nicht, dass Jakob mich besuchen kommt. Als er dann da war, war es komisch, aber nach ein paar Tagen haben wir uns wieder aneinander gewöhnt gehabt. Es hat sich wirklich nichts verändert. Wir zicken uns immer noch so oft an wie vorher. Heute reist er schon wieder ab. Wir hatten wirklich eine wunderschöne Zeit zusammen und entweder sehen wir uns in ein paar Monaten in Deutschland oder Bali wieder. Ich bin gespannt auf unser nächstes Abenteuer.

Als meine Eltern kamen, ging dann das Abenteuer los. Unser Roadtrip. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Air China machten wir einfach das beste draus. Ich weiß gar nicht wie lange ich schon in dieser Warteschleife gehangen habe/ hänge. Aber für was gibt man einem denn eine Telefonnummer? Ob wir den Koffer nochmal bekommen werde, das steht wohl noch in den Sternen. Wir hoffen, dass er zumindest nicht mehr in Shanghai ist. Drück uns die Daumen!

Die Great Ocean Road war so wunderschön. Ich weiß gar nicht welcher Ort mir am besten gefallen hat, aber ich glaube die Twelve Apostels. Dort waren wir gleich nach dem Aufstehen. Es war einfach wunderschön und unbeschreiblich.

Ich hatte um ehrlich zu sein ein bisschen Angst vor dem Campen, denn fünf Leute in einem Camper, das kann auch leicht schief gehen. Wir haben das aber echt gemeistert! Ich bin sogar ein richtiger Fan vom Campen geworden, denn die Plätze, wo wir übernachtet haben, waren unbezahlbar. Vom Meerrauschen aufgeweckt zu werden war unbeschreiblich schön.

Der 24. Dezember war dieses Jahr natürlich total anders. Wir hatten ein wunderschönes Fest und haben es uns richtig gemütlich gemacht. Es gab australischen Braten und Tim Tams. An diesem Abend hatten wir auch kein WLAN und allgemein kein Netz. Dies hatte natürlich den Vorteil, dass wir die Zeit richtig genießen konnten, aber auch den Nachteil, dass mein Blog unvollständig online ging.

Jetzt ist das Jahr 2017 auch schon wieder vorbei. Die ersten Monate haben sich so richtig gezogen. Als aber dann die Schule  vorbei war, verging die Zeit wie im Flug. Vor allem der November und Dezember sind viel zu schnell vergangen.

Ich bin gespannt, was das neue Jahr 2018 mit sich bringen wird. Ich freue mich auf die Ups and Downs, auf neue Erfahrungen, neue Freunde, neue Herausforderungen. Man sollte nicht immer so viel vom neuen Jahr erwarten. Du kannst immer was ändern, egal wann. Dafür braucht man keinen Jahresanfang.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in das neue Jahr! Feier schön rein.

Bis nächstes Jahr

Deine Lara

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