Thoughts of the week #17

Was möchte ich denn überhaupt? Das war diese Woche wohl das Problem, denn um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung. Überhaupt keine. Wirklich keine.

Es ist echt schwierig zu sagen was man möchte. Klar, es ist dein Leben und eigentlich sollte man auch wissen was man damit vorhat, aber manchmal geht es halt einfach nicht. Man sollte immer das Beste aus seinem Leben machen, aber wer bestimmt was das Beste ist. Eigentlich bestimmt man das selbst, aber es ist so schwierig zu entscheiden, was das beste ist. Das Beste muss nicht immer gleich von Anfang an gut sein. Nein, es kann sich auch entwickeln.

Die Frage, die sich mir momentan stellt. Möchte ich überhaupt noch arbeiten? Ich meine ich habe jetzt drei Monate gearbeitet, ist das jetzt nicht mal genug? Eigentlich schon. Ja eigentlich. Ja!

Das Problem ist nur, dass Laura erst im März reisen kann, da sie jetzt Geld verdienen muss. Super. Wie wir uns perfekt aufeinander abgestimmt haben. Echt super. Hätten wir das mal vorher gewusst, dann hätten wir das besser planen können.

Jetzt stehe ich wohl alleine da.

Sein Leben selbst zu bestimmen ist wohl die schwierigste Aufgabe, die wir gestellt bekommen. Sein Leben zu gestalten, erfordert Mut, Kraft, Leidenschaft, Freude, Liebe und Selbstvertrauen.

Mut: Bin ich mutig genug alleine zu reisen? Bin ich es? Manchmal traut man sich halt nicht von der Klippe zu springen. Obwohl es so einfach wäre und bestimmt einen auch glücklich machen würde. Aber alleine zu springen, ist schwierig. Ich hätte gerne jemanden, der mir sagt, was ich machen soll, der mir sagt, was mich glücklich macht.

Kraft: Ich weiß nicht, ob ich meine Reise alleine starten soll. Eigentlich wäre ich stark genug dafür. Eigentlich, denn eigentlich macht es doch viel mehr Spaß, wenn man sein Glück teilen kann. Ich weiß, dass es nicht immer einfach sein wird, aber ich weiß auch, dass es sich lohnt zu kämpfen, denn nach einem Tief kommt immer etwas Besseres. Wie oft habe ich in den letzten Wochen schon gekämpft? So oft. Bis jetzt habe ich noch nie aufgegeben, obwohl ich es letzte Woche wirklich gerne getan hätte.

Leidenschaft: Was macht mich im Moment glücklich? Ok, das ist schwierig zu sagen, denn momentan besteht mein Leben aus Essen und Schlafen. Um es ganz einfach auszudrücken. Jetzt stellt man sich bestimmt das leckerste Essen vor, aber nein, so ist es leider nicht. Das Reisen würde mich auf der einen Seite erfüllen. Ich würde neue Orte sehen, neue Leute und mich besser kennenlernen. Es wäre eine neue Herausforderung für mich. Auf der anderen Seite würde ich meine Höhle, hier in Freshwater verlassen. Wäre ausgesetzt in der Wildnis. Wäre alleine. Alleine mit meinen Sorgen.

Freude: Freude alleine? Ist das möglich. Manche sagen, dass alleine reisen viel besser ist, aber ich weiß nicht ob ich so der Typ dafür bin. Ich bin schüchtern. Nichtmehr so schüchtern wie früher, aber immer noch schüchtern. Ich müsste Leute ansprechen, damit ich ein bisschen Spaß habe. Für manche ist das echt einfach. Für mich nicht. Leichter als früher, aber wenn man keinen Alkohol trinkt, ist es schwierig Kontakte zu knüpfen. Traurig aber wahr. Aber ich könnte es probieren. Vielleicht wachse ich einfach über mich hinaus. Vielleicht denke ich nicht immer daran, dass diese Leute einen verletzten könnten. Warum ich Angst habe Freundschaften zu knüpfen? Genau deswegen. Ich wurde einfach zu oft von „Freunden“ verletzt. Ich denke, dass die Personen, das gar nicht genau wissen, aber ich seitdem hat sich meine Sicht auf Freundschaften einfach geändert. Egal wie lange eine Freundschaft schon besteht, es kann immer sein, dass sich Menschen auseinanderleben.

Liebe: Ich liebe das Reisen. Ich liebe aber auch mein Zuhause. Ich würde gerne wieder nach Hause, aber ich weiß, dass es dafür noch nicht so weit ist. Die Zeit ist noch nicht reif. Ich merke immer mehr, dass ich mein Zuhause brauche, aber die Stimme, die mich ruft, ist noch nicht zu laut.

Selbstvertrauen: Puh. Das wohl schwierigste Thema. Mein Leben. Mein Selbstvertrauen. Manchmal ist es da. Manchmal nicht. Überhaupt nicht. Ist das eigentlich nur bei Mädchen so? Manchmal würde man einfach gerne aus seinem eigenen Körper flüchten. Ganz weit weg. Und manchmal denkt man sich Kopf hoch, Schultern nach hinten und los geht es. Manchmal läuft einfach alles perfekt. Manchmal liebt man sich selbst. Oft hasst man sich. Man sollte sich eigentlich immer lieben. Selbstliebe ist die wichtigste Liebe. Wirklich. Es ist so wichtig. Erst wenn man sich selbst liebt, kann man auch jemanden anderen lieben. Ist dir schon mal aufgefallen, dass man meistens mit Menschen streitet, wenn man sich selber nicht so gut fühlt? Vielleicht ist das auch nur bei mir so.

Soll ich jetzt alleine reisen? Soll ich mir einen Job suchen?

Ok. Es ist ja jetzt nicht so als hätte ich mich nicht irgendwo beworben. Als wäre ich diese Woche total faul gewesen. Nein, das war ich nicht. Natürlich habe ich mich auch viel ausgeruht, bin erst um 13 Uhr aus dem Bett gekommen, habe aber auch viel Sport gemacht, habe mich gefragt, was ich machen möchte. Ich habe es wirklich versucht.

Was möchte ich?

Als kleines Kind war es so einfach zu sagen, was ich zu Weihnachten oder zu meinem Geburtstag haben möchte. Je älter man wird, desto schwieriger wird es. Früher immer: Ich will, ich will.

Und heute. Habe ich keine Ahnung. Ich wäre gerne wieder das kleine Kind, das genau weiß was es will. Natürlich braucht man die Dinge nicht immer, aber man hat sich einfach getraut. Ein Risiko einzugehen und vielleicht die falsche Entscheidung zu treffen. Es war so einfach. War!

Warum ist Erwachsensein immer so schwierig? Warum gibt es keine Gebrauchsanweisung?

Wer sagt mir was ich machen soll? Niemand.

Als Kind möchte man immer sein eigener Chef sein und jetzt, wo ich mein eigener Chef sein könnte, will ich nicht mehr. Es ist einfach was anderes. Man möchte immer das was man nicht bekommen kann.

Jetzt stellt sich ein neues Problem heraus. Lara hat nämlich zwei Reisepartner gefunden und immer noch keinen Job. Zwei Reisepartner, das erfordert jetzt wohl eine neue Entscheidung.

Warum muss man eigentlich immer so viele Entscheidungen treffen? Eine in der Woche wäre doch eigentlich ausreichend. Aber nein, man muss jeden Tag Entscheidungen treffen. Manchmal sind es kleine. Manchmal große, die deine Zukunft bestimmen werden. Manchmal sind es leichte und manchmal schwere. Das Leben besteht eigentlich nur aus Entscheidungen. Manche trifft man unbewusst und bei manchen muss man mehrere Tage darüber schlafen.

Das heißt wohl jetzt, dass ich anfangen werde zu reisen. ENDLICH! Ich habe keine Ahnung ob ich nochmal arbeiten werde. Wahrscheinlich schon. Mal schauen.

Alles spontan. Day by day.

Wie ihr seht war meine Woche sehr aufregend. Ich habe sehr viel nachgedacht. Mich gefragt was ich möchte, mir viel zu viele Sorgen gemacht, jeden nach seiner Meinung gefragt. Jeder Tag war gefühlt ein Sonntag, aber das ist ok. Sowas gibt es immer mal.

Mal schauen was die nächste Woche mit sich bringen wird.

xoxo

Lara

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