Hello Bali #29

Montag, 02.04

Unser erster Tag auf Bali. Gestern Nacht war richtig anstrengend, denn am Flughafen wurden wir regelrecht von den Taxifahrern überrannt. Einer ist mir sogar bis vor das Klo gefolgt. Am liebsten wäre ich wieder zurück in das Flugzeug gestiegen. Das Wiedersehen mit Jakob war so, als hätten wir uns letze Woche erst voneinander verabschiedet. In Sydney hat man richtig gemerkt wie sich der andere verändert hat, aber diesmal war es nicht so extrem. Den Vormittag verbrachten wir am Pool. Das Wetter hier ist nochmal komplett anders als das in Australien. Irgendwann war uns einfach zu heiß und wir haben uns auf den Weg zum Einkaufszentrum gemacht. Was soll man bei dem Wetter denn auch anderes machen? Das Einkaufszentrum war völlig europäisch. Pull & Bear, Zara, Stradivarius etc. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass viele australische Läden vertreten sind, aber das war nicht der Fall. Es war mal eine richtige Abwechslung und hat sich fast so angefühlt, als wären wir auf Mallorca. Am Abend waren wir Sushi essen. Endlich wieder Sushi. Das letzte Mal Sushi habe ich mit Jakob in Sydney gegessen. So eine lange Pause hatte ich noch nie. Bin quasi schon richtig auf Entzug.

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Dienstag, 03.04

Heute haben wir Ubud unsicher gemacht. Zuerst sind wir zu einer Kaffeeplantage gefahren. Eigentlich wollten wir nur Bilder auf der Schaukel machen, aber es war ziemlich interessant alles über die Herstellung des Kaffees erklärt zu bekommen. Es gab sogar eine kostenlose Teeverköstigung. Danach waren wir bei der Reisplantage. Ich habe noch nie so ein grün gesehen. So strahlend. Richtig schön. Der letze Stopp war Monkey Forest. Ich hatte um ehrlich zu sein ein bisschen Panik, da man immer gewarnt wird, dass die Affen klauen sollen. Ich habe vorsichtshalber meinen Schmuck abgenommen, aber ich denke, dass nichts passiert wäre. Den Markt haben wir leider nicht mehr geschafft, da der Verkehr sich einfach so gezogen hat. Am Abend waren wir im Carrefour, da ich dachte, dass man dort bestimmt etwas glutenfreies findet. Leider nicht. Dafür haben wir so leckere Fruit Chips gekauft. Mein persönlicher Favorit ist Snake Fruit. Der Supermarkt war riesig, aber außer den Früchten wurden wir nicht so fündig, da ich das meiste einfach nicht essen kann. Richtig schade.

Mittwoch, 04.04

Am Morgen wurden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns zu den Wasserfällen gebracht hat. Irgendwie war es schon ein wenig komisch, denn wir hatten keinen Plan wo wir hinfahren. Er hätte uns eigentlich auch entführen können. In Sambangan haben wir unseren Local Guide getroffen, der uns herumgeführt hat. Er hat uns viel über Bali, die Pflanzen und die Gegend erzählt. Wir haben sogar eine Kokosnuss bekommen und Kakaobohnen. Es war richtig exclusiv, denn er war unser persönlicher Guide. Die Tour haben wir über AirBnB gebucht und ich kann sie jedem nur zu 100% empfehlen. Wir haben insgesamt fünf Wasserfälle gesehen: Canging Waterfall, Dedari Waterfall, Waterfow Cemara, Aling Aling Waterfall. Bei den letzten drei Wasserfällen konnte man springen. Natürlich haben wir das auch getan, obwohl ich nie damit gerechnet hätte, dass ich den 15m Sprung mache, da ich bei dem 10m Sprung auf dem Boden aufgekommen bin. Trotzdem habe ich mich getraut. Im Nachhinein war der Sprung auch überhaupt nicht schlimm. Man darf einfach nicht zu lange überlegen sondern einfach machen. Lunch hatten wir in einem wunderschönen Restaurant. Leider hat es angefangen zu regnen, sonst hätten wir noch in den Infinitypool gehen können. Beim nächsten Mal vielleicht. Auf der Rückfahrt habe ich erstmal geschlafen. Puh bin ich momentan fertig. Entweder fehlt mir der Mittagsschlaf auf der Farm oder ich habe Jetlag (leider gibt es keine Zeitverschiebung).

Donnerstag, 05.04

Der erste Strandtag. Am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Canggu. Natürlich standen wir mal wieder im Stau. Daran muss man sich wohl hier gewöhnen. Der Verkehr ist total crazy. Ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Roller gesehen. Der Strand hat mich persönlich ein bisschen enttäuscht. Irgendwie stellt man sich hier paradiesische Strände vor, das war aber leider nicht der Fall. Vielleicht bin ich auch einfach zu verwöhnt von Australien, aber die Stände hier kann man nicht mit den australischen vergleichen. Heute habe ich sogar ein bisschen Lust aufs Surfen bekommen, denn es waren überall Surfschulen. Nach dem Strand haben wir uns noch die Stadt angeschaut, die richtig schön ist, aber auch ziemlich teuer. Man kann es sozusagen mit Manly oder Bondi vergleichen. Am Abend waren wir richtig lecker essen. Ich hatte noch nie so eine riesige Portion.

Freitag, 06.04

Heute hieß es mal wieder früh aufstehen, denn wir haben eine Schnorchel-Tour gebucht. Eigentlich sollte uns der Fahrer um 8 Uhr abholen, aber irgendwie kam er ewig nicht. Ich hatte schon Panik, dass wir auf irgendwas hereingefallen sind, denn auch als wir bei dem Veranstalter angerufen haben, hat niemand abgenommen. Zum Glück kam der Fahrer noch! Der Hafen in Sanur war so überfüllt und auch das Boot war  voll und stickig. Die Insel Lembongan hat mir aber an sich echt gut gefallen. Wir wurden mit Trucks zu der Watersport Schule gefahren und dort erstmal willkommen geheißen. Eigentlich dachten wir, dass dort nicht so viele Menschen sind, aber das Gegenteil war der Fall. Wir waren einfach zu sehr verwöhnt von unserer ersten Tour. An dem ersten Spot haben wir Manta Rochen gesehen. So faszinierend. Trotzdem konnte man es nicht so richtig genießen oder besser gesagt ich, denn überall war Müll im Wasser. Ich bin richtig entsetzt. Ich wusste zwar, dass Bali dreckig ist, aber damit hätte ich nie gerechnet. Da sieht man mal, was wir verursachen. Es war richtig ekelig, denn die ganze Zeit hat einem eine Plastiktüte etc. gestriffen. Die anderen Tauchspots waren wunderschön. Ich habe noch nie so etwas schönes gesehen. Die bunten Korallen. Die Vielzahl von Fischen. Die Farben. Es war ein richtig toller Trip und hat sich definitiv gelohnt, da wir sogar eine Schildkröte gesehen haben. Nach dem Lunch haben wir noch eine Kajak-Tour gemacht. Wir wussten überhaupt nicht, dass das inklusive war, deshalb haben wir uns darüber noch mehr gefreut. Als wir wieder im Hotel ankamen, waren wir ziemlich platt. Jetzt sitzen wir noch ein wenig am Pool und lassen den wunderschönen Tag ausklingen.

Samstag, 07.04

Am Morgen sind wir ein bisschen durch die Straßen gezogen und waren am Kuta Beach. Dort haben wir Coco kennengelernt, der Surflehrer ist. Jetzt gab es wohl kein Zurück mehr. Nach einer kurzen Pause am Pool machten wir uns auf den Weg zum Surfen. Aufgeregt war ich eigentlich nicht. Ich wollte es nur einmal ausprobiert haben, damit ich sagen kann, dass ich es mal gemacht habe. Es war sogar leichter als gedacht und wir konnten schon nach ein paar Minuten auf dem Board stehen. Lenken ging zwar noch nicht optimal, aber das kommt dann beim nächsten Mal. Leider bin ich einmal ziemlich unglücklich vom Board gesprungen und richtig auf den Knien gelandet. Ich hoffe mal, dass die Schmerzen bald weggehen, denn sonst wäre das richtig blöd. Abends waren wir wieder Sushi essen. Irgendwie gibt es hier nicht so viel Sushi wie ich erwartet hätte. Ich freue mich schon riesig auf das Sushi in Würzburg oder vielleicht mehr auf die Leute mit denen ich essen gehen werde.

Sonntag 08.04

Die letzte Tour für diese Woche. Auf unserer To-Do-Liste standen noch Tempel, deswegen war das heute an der Reihe. Unser Fahrer war mal wieder mega nett und hat versucht uns alles so gut wie möglich zu erklären. Diesmal waren wir auch nicht alleine. Heute haben wir einen Mann aus Schweden und einen von den Philippinen kennengelernt. Es war total interessant ihre Geschichte zu erfahren. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass man auf den Philippinen nur ein paar Tage Urlaub im Jahr hat, da können wir uns ziemlich glücklich schätzen. Erster Stopp war der Royal Water Temple of Pure Tamina Ayun. Es war richtig schön, denn wir haben sogar einen „Umhang“ bekommen. So hatte  man noch mehr das Feeling. Den Tempel, den ich unbedingt sehen wollte, war der Pura Ulun Danu  Bratan Temple. Alleine schon die Umgebung war wunderschön. Der Tempel ist richtig schön gelegen. Umgeben von einem See und den Bergen. Lunch hatten wir an der großen Reisplantage von Bali. Das Essen war so unglaublich günstig. Für Reis mit Hühnchen haben wir ca. 2€ gezahlt. Den Sonnenuntergang haben wir am Tannah Lot Temple angeschaut. Es waren zwar ziemlich touristisch, aber trotzdem richtig schön. Es war ein wunderschöner Tag und wir haben jetzt sozusagen alles gesehen, was man in Bali gesehen haben sollte.

Jetzt ist die erste Woche von unserem Urlaub schon vorbei. Wir haben so viel gesehen und erlebt. Jeder Tag hat ein neues Abenteuer mit sich gebracht. Abenteuer, die wir zusammen gemeistert haben. Es ist schon ziemlich verrückt, dass jemand einmal um die Welt fliegt nur um dich zu sehen. Verrückt. Diesmal war das Wiedersehen auch besser. Vielleicht hat man sich nicht mehr so verändert oder vielleicht wusste man auch auf was man sich einlässt. Veränderungen müssen nicht immer schlecht sein. Sie bringen neue Ansichten und Abwechslung. Man muss nur herausfinden, ob diese Ansichten noch zusammen passen oder nicht.

Zu Bali kann ich nur sagen, dass es von der Natur schon sehr schön ist, aber ich weiß nicht, ob ich nochmal dort hin reisen würde. Einmal gesehen ist es schön, aber für mich ist es einfach zu dreckig, zu überfüllt und zu stressig. Außerdem möchte ich noch so viel von der Welt sehen wie möglich. Ich finde nicht, dass man Bali mit Mallorca vergleichen kann, da man immer sagt, dass für die Australier Bali wie für uns der Ballermann ist. Die Strände auf Mallorca kann man nicht mit diesen hier vergleichen. Ich bin einfach ein riesiger Mallorca-Fan und werde das wahrscheinlich auch immer bleiben.

Was uns nächste Woche erwartet, das steht wohl noch in den Sternen. Wir leben Tag für Tag und lassen uns jeden Tag aufs Neue überraschen. Im Mittelpunkt steht jetzt erstmal, dass wir die Zeit genießen. Ich rechne jeden Tag damit, dass meine Familie auch kommt, wie im Dezember nach Australien, denn dann wären wir endlich vollständig. Wir werden uns aber bald in Deutschland sehen.

xoxo

Lara

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