The last goodbye #30

Montag, 09.04

Nach dem Frühstück bin ich auf die glorreiche Idee gekommen zum Einkaufszentrum zu laufen. Es war eine super Idee! Die Leute haben uns angeschaut, als hätten sie noch nie laufende Menschen gesehen. Das kann ich jetzt auch verstehen, denn wir mussten eine vierspurige Straße überqueren und hier gibt es keine Ampeln. Ich weiß nicht, wie lange wir dafür gebraucht haben, aber es waren bestimmt mehr als 15 Minuten. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis! Nachdem wir wieder im Hotel waren, machten wir uns auf den Weg zum Kuta Beach. Dort erwartet uns schon Coco und Boy. Boy war heute mein Surf-Lehrer und ich kam mit ihm viel besser zurecht. Er hat einen richtig motiviert und diesmal hat auch das lenken funktioniert. Es war eine richtig schöne Abendsession wie Jakob jetzt sagen würde. Bali ist zum surfen echt perfekt, da das Wasser so warm ist. Leider waren heute ziemlich viele Quallen da, nach einer Zeit war das ein bisschen schmerzhaft, aber wenn man auf dem Board steht, merkt man das ja nicht.

Dienstag, 10.04

Heute Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf dem Weg zum Friseur, denn heute sollten endlich meine restlichen alten Haare abkommen. Ich habe mir für unglaubliche 3€ meine Haare schneiden lassen. Jetzt fühlen sie sich so weich und gesund an. Ich glaube, ich hatte noch nie so einen guten Friseurbesuch. Die Frau hat meine Haare auch nicht mit einer Schere geschnitten, sondern mit einer Art Kamm. Eigentlich wollte ich noch mehr abscheiden, aber sie hat gemeint, dass ich lieber meine Haare dran lassen soll. Deswegen habe ich gesagt, dass sie machen kann, was sie möchte. Danach ging es erstmal an den Pool. Die letzten Tage wollten wir noch ein wenig entspannt angehen. Die Zeit einfach genießen. Um 3 Uhr ging es dann wieder surfen. Diesmal ohne Lehrer. Es war wieder mal super schön. So ein Sonnenuntergang auf dem Surfbrett hat schon was. Am Abend waren wir in einem richtig schönen Restaurant balinesisch essen.

Mittwoch, 11.04

Gestern Nacht habe ich auf Facebook nach einem Fahrer gesucht, denn heute wollten wir nach Amed. Wir hatten einen super netten Fahrer, der vier Jahre lang in Österreich gewohnt hat. Die Fahrt nach Amed war ziemlich lang, aber auch echt schön, denn wir sind durch die Berge gefahren und die Landschaft war einfach unbeschreiblich. Der Ort war so schön und wenn ich nochmal nach Bali kommen sollte, würde ich auf jeden Fall dort wohnen wollen. Es war der perfekte Schnorchelspot und hat mich total an Exmouth erinnert. Die Farben und die Fische waren einfach unbeschreiblich schön. Wir habe so viele Seesterne gesehen. Das war so unglaublich schön! Auf dem Heimweg haben wir einen Stopp bei einem Wassertempel gemacht. Das war definitiv der schönste Tempel, den wir auf Bali gesehen haben. Letzter Stopp war White Sand Beach. Einer der idyllischsten Orte hier auf Bali. Es war einfach ein wundervoller Tag, den ich nie vergessen werde.

Donnerstag, 12.04

Der letzte Tag zusammen. Wir hatten uns überlegt heute nochmal etwas zu unternehmen, aber haben uns dann doch dagegen entschieden, da wir den Tag einfach nochmal genießen wollten. Am Morgen waren wir wieder am Pool und abends surfen. Leider war das Surfen nicht so der Hit, da Ebbe war und die Wellen ziemlich stark waren. Für mich war das alles ein bisschen zu viel, denn ich hatte echt ein bisschen Panik vom Brett zu fallen, da es dann richtig weh tut. Man konnte es aber irgendwie nicht so richtig genießen, da wir beide wussten, was kommen wird. Heute habe ich zur Feier des Tages einen glutenfreien Burger gegessen. Der zweite richtige Burger in meinem glutenfreien Leben! Nach dem Essen hieß es Abschied nehmen. Abschiede sind nie schön, aber das war der letzte. Der letzte Abschied bevor ich nach Hause komme.

Freitag, 13.04

Es war komisch alleine aufzuwachen. Alleine zu frühstücken. Alleine Koffer zu packen. Am liebsten wäre ich nach Hause geflogen. Am liebsten würde ich meinen Flug umbuchen. Ich habe ganz schönes Heimweh. Unbeschreiblich starkes Heimweh. Ich hoffe, dass es bald besser wird. Momentan kann ich zwar nicht ganz daran glauben, aber das wird alles schon.

Samstag, 14.04

Heute Morgen machte ich mich auf den Weg nach Balingup. Endlich, denn ich hatte keine Lust mehr alleine zu sein und hoffte, dass die Farm mich wieder auf andere Gedanken bringt. Als mich Tom vom Bus abholte, war mein Gefühl schon viel besser. Es fühlte sich sozusagen an wie nach Hause kommen. Mein Ersatzszuhause. Dort lernte ich auch Nadine kennen, die hier auch Woofing macht. Ich bin ganz froh, dass noch jemand da ist und ich nicht ganz alleine bin. Am Nachmittag machte ich dann erstmal ein bisschen Sport und richtete mich ein. Es ist echt schön wieder in einer gewohnten Umgebung zu sein. Am Abend ist dann auch Toms Frau wieder gekommen. Ich bin eine der wenigen Woofer, die die Frau überhaupt gesehen haben, da sie im Outback arbeitet und deshalb nicht so oft zuhause ist.

Sonntag, 15.04

Eigentlich sollte heute unser freier Tag sein, aber Nadine wollte arbeiten, deswegen hatte ich auch nichts dagegen. Das schöne war, das wir erst um 9 Uhr angefangen haben, also konnte ich sogar ausschlafen. Heute mussten wir mal keine Tomaten pflücken, sondern Rote Beete. Die Arbeit war richtig entspannend und es hat sich gut angefühlt mal wieder produktiv zu sein. Nach der Arbeit bin ich nach Balingup gelaufen und habe mir beim Visitor Center ein kostenloses Buch geholt, da ich wieder mit dem Lesen anfangen möchte. Ich finde es echt klasse, dass hier die Bücher entweder kostenlos oder günstig sind. Danach habe ich noch einen ausgiebigen Spaziergang gemacht und war insgesamt zwei Stunden unterwegs. Mein Heimweh habe ich übrigens überwunden. Zum Glück.

Was für eine Woche. Am Freitag hätte ich wirklich alles hingeschmissen und wäre in den Flieger nach Deutschland gestiegen. Mir ging es wirklich nicht gut und ich hatte so mit dem Heimweh zu kämpfen. Es war die richtige Entscheidung wieder auf die Farm zu gehen. Es ist zwar nicht so schön wie mein zuhause, trotzdem fühlt man sich ein bisschen geborgen. Es sind Personen um einen, die einen auch schätzen.

Die nächste Woche ist vollgepackt mit Arbeit, denn am Sonntag wird die Farm besichtigt. Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder nicht, denn es wird das komplette Gegenteil zu Bali.

Bali war im Nachhinein doch ganz schön, aber wäre Jakob nicht dagewesen, hätte es mir wahrscheinlich nicht gefallen. Es war sozusagen nur schön, weil ich tolle Erinnerungen an diese Insel habe. Ob ich nochmal dort hinreisen werde, das steht wohl noch in den Sternen. Es ist auf jeden Fall der perfekte Platz zum Surfen und ich kennen jemanden, der alles stehen und liegen lassen würde nur um wieder auf dem Brett stehen zu können. Danke für einen wunderschönen Urlaub, für unglaubliche Momente und das ganze Abenteuer.

xoxo

Lara

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2 Gedanken zu “The last goodbye #30

  1. claowue sagt:

    Bei dem Start in den Artikel wurde ich Neugierig wo man denn noch als Irre abgestempelt wird, wenn man zu Fuß geht. Die Beschreibung hat mich total an meine Erlebnisse in den USA erinnert. Der Weg die große Straße entlang in den Supermarkt zu Fuß – und die verwunderten Blicke… Die Wegbeschreibungen mit den abstrusesten Zeitangaben auch wenn man sagt, dass man zu Fuß und mit Rucksack unterwegs ist… Das sind andere Welten.
    Aber Du warst ja in einer komplett anderen Welt. Top! 😀

    Gefällt 1 Person

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