so many questions.

Da mich die letzten Monate so viele Fragen über meinen Auslandsaufenthalt erreicht haben, habe ich gedacht, dass ich sie heute mal beantworten werde.

Wo habe ich gewohnt bzw. wie habe ich die Hostels oder Wohnungen gebucht? 

Die meiste Zeit habe ich in Airbnbs verbracht. Dies kann ich auch nur wärmstens empfehlen, denn so lernt man Land und Leute noch ein bisschen besser kennen. Die Leute bei denen ich gewohnt habe, hatten von Anfang an vollstes Vertrauen in mich, was mich sehr verwundert hat, denn ich hätte ein komisches Gefühl einen Wildfremden in meine Wohnung zu lassen. Bei vielen Vermietern lag der Schlüssel auch einfach unter dem Fußabstreifer und ich habe sie selbst erst nach ein paar Tagen kennengelernt. Ich hätte theoretisch die Wohnung leer räumen können und sie hätten es überhaupt nicht mitbekommen. Zudem durfte man oft das Essen mitbenutzen, hat immer einen Platz im Kühlschrank bekommen und Handtücher waren oft auch inklusive. Also quasi wie in einem Hotel. Die Hostels habe ich meistens über booking.com oder hostelworld.com gebucht. Was mir wichtig war, war das Preis-Leistungsverhältnis, deshalb habe ich oft verglichen. Hier hast du einen kleinen Überblick in welchen Hostels ich war.

NSW: Wake Up Hostel (Sydney Central), Manly Backpackers (Manly), Boardrider Backpackers (Manly), Cape Byron YHA (Byron Bay)

Perth: Perth Central Backpackers

Cairns: Mad Monkey Backpackers VillageZudem habe ich auch Couchsurfing ausprobiert. Ich hatte manchmal Glück, aber manchmal halt auch Pech. Da steckt man einfach nicht drin. Wichtig war mir nur, dass man immer zu Leuten geht, die schon Referenzen haben. Auf die Bilder habe ich persönlich nicht geachtet, denn das Aussehen ist nicht alles. In Perth beispielsweise hat der Host jeden Tag für uns gekocht, dadurch haben wir ziemlich viel Geld gespart. Das komplette Gegenteil war natürlich Brisbane. Also einfach ausprobieren! Ich habe zwar keine Ahnung, ob ich es auch alleine gemacht hätte, aber zu zweit habe ich mich schon sicher gefühlt.

 

Geführte Touren oder alles selbst machen? 

Definitiv alles auf eigene Faust erkunden. Was hätten wir alles verpasst, wenn wir eine Tour gebucht hätten? Alles. Eine Reifenpanne. Einen Dingo-Angriff. Fahren im strömenden Regen. Die tägliche Campingplatz-suche. Die schönsten Orte der Welt. Wir konnten einfach spontan sein und unsere eigene Route fahren. Die Abende am Campingplatz waren Abende, die ich nie vergessen werde. Wir haben die Musik angemacht, getanzt, Fußball gespielt und hatten eine wunderschöne Zeit. Zudem fahren die Touren nicht alle Nationalparks an und da verpasst man wirklich etwas. Wenn du eine Tour bevorzugen würdest, weil du denkst, dass es die sicherere Variante wäre, muss ich dir sagen, dass ich mich nie unwohl gefühlt habe. Wir haben auf Campermate immer schöne Campingplätze herausgesucht, die meistens kostenlos waren. Es gab keine Nacht, wo ich Angst hatte. Außerdem was wäre ein Roadtrip, den man nicht selber planen kann? Den Mietwagen für die Westküste haben wir mit WickedCamper gebucht, das war die günstigste Variante. Für die Ostküste hatten wir Angebote von Travellers Autobarn und Hippie Camper. 

 

Habe ich mich unsicher gefühlt bzw. hatte ich Angst alleine rumzulaufen?

Nein/ Ja. Es kommt darauf an, wo man sich befindet. In Sydney sind die Mädchen in den kürzesten Röcken rumgelaufen, das war dort einfach normal. Ich war manchmal bis spät abends unterwegs. Egal ob in der Stadt oder am Strand ich habe mich nie unwohl gefühlt. Ich hatte nie eine Situation, wo ich dachte: „Hilfe“. Ich habe mich sicher gefühlt. Niemand hat jemanden dumm angeschaut. Die Leute waren durchaus positiv gestimmt, haben immer gelacht und einem das Gefühl gegeben, als würde man dazu gehören. In Perth war das anders. Dort war ich zwar auch alleine, aber mir wurde vorher schon gesagt, dass ich nicht alleine nachts herumlaufen soll. Das habe ich auch nicht gemacht. Ich weiß nicht warum, aber ich habe mich einfach nicht sicher gefühlt. Das gleiche war auch in Cairns. Als wir an den letzten Tagen feiern waren, wurden wir echt dumm angeschaut und man hat sich gleich total unwohl gefühlt, obwohl wir total normal angezogen waren. Man sollte also immer aufpassen, aber trotzdem würde ich sagen, dass Australien ein sehr sicheres Land ist. Es ist sehr europäisch und ich hatte nie ein Problem alleine zu sein. Die Menschen, die ich kennengelernt habe, waren immer interessiert und haben einfach ein gutes Gefühl gegeben.

Welche Visa Karte hatte ich in Australien?

Ich habe mir die Karte bei Commenwealth schon in Deutschland bestellt. So musste ich sie nur noch in einer Bank in Sydney abholen. Im ersten Monat habe ich mit meiner deutschen Visa-Karte bezahlt, da ich einem nicht empfehlen würde von seinem deutschen Konto etwas auf das australische zu überweisen. Auch meine anderen Freunde waren bei der Bank, das war ziemlich praktisch, denn beim Reisen konnte man sich das Geld dann ganz einfach überweisen. Ich würde die Commenwealth-Bank auf jeden Fall weiterempfehlen.

Kann man in Australien glutenfrei leben? 

Auf jeden Fall. Egal ob bei Aldi, Woolworth oder Coles. Man findet überall etwas glutenfreies. Es ist sogar einfacher als in Deutschland, da die Australier sehr viel Wert auf Ernährung legen. Egal ob ohne Zucker, vegan oder vegetarisch, das Angebot ist echt riesig. Natürlich ist glutenfrei, wie auch hier, teurer, aber man muss einfach nur genau hinschauen. Es gibt beispielsweise glutenfreie Wraps, die ca. 5$ kosten. Wenn man aber in der mexikanischen Abteilung schaut, gibt es Wraps aus Maismehl, die kein Gluten enthalten, für nur 3$. Man muss sich einfach durchprobieren, aber nach einer Zeit weiß man genau, wo man seine Sachen findet. Übrigens gibt es auch bei Dominos und Pizza Hut glutenfreie Varianten. Mein Lieblingsessen waren die Reiscracker von Aldi für gerade mal 89 Cent. Ich war regelrecht süchtig nach ihnen und habe immer noch zwei Packungen als Vorrat.

 

Was war teurer – Ost- oder Westküste?

Da kann ich leider keine genauen Angaben geben, da wir an der Ostküste zum Glück eine Mitfahrgelegenheit gefunden haben. Dadurch haben wir sehr viel Geld gespart und haben für Essen und Sprit ca. 500$ ausgegeben. Die Westküste war natürlich deutlich teuer, da wir uns auch ein Auto mieten mussten, da musst du mit ca. 23$ am Tag rechnen. Zudem kostet der Pass für die Nationalparks auch Geld, dieser ist an der Ostküste kostenlos. Wir haben uns einen Holiday-Pass geholt, der für einen Monat gilt, dieser hat ungefähr 40$ gekostet. Verpflegung und Sprit war an der Westküste auch teurer. Dort gab es auch keinen Aldi und man musste oft zum IGA gehen. Wenn man Geld sparen möchte, sollte man auf jeden Fall nicht zu IGA, da das einfach der teuerste Supermarkt ist. Wir haben das so gemacht, dass wir für mindestens neun Tage vorgekauft haben, das musste man auch machen, da nicht überall ein Supermarkt war.  Also kann man insgesamt sagen, dass die Westküste schon deutlich teurer war.

Open-Return-Ticket oder One Way?

Ich habe mich damals für ein Open-Return-Ticket entschieden, da es für mich die logischste Lösung war. Um ehrlich zu sein habe ich mich nicht groß mit dem Thema beschäftigt. Ich bin sozusagen ganz spontan nach Australien geflogen, habe mich kaum informiert und versucht dieses Thema bis zum Abflug von mir fern zu halten. Würde ich es jetzt nochmal machen, würde ich definitiv One Way fliegen, da ich viele getroffen habe, die ihren Rückflug richtig günstig gebucht haben. Natürlich hat das Open-Return-Ticket den Vorteil, das man sich am Ende keine Gedanken mehr um das Geld machen muss, denn man hat schon alles bezahlt.

Das waren die Fragen, die mich so erreicht haben, wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte!

Bis baldLara

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